Bühnenbauer
Der Bühnenbildner und Regisseur hat in Zusammenarbeit mit seiner Frau Ulrike Maack eine ungewöhnliche Autobiografie vorgelegt. Schon äußerlich unterscheidet er sich von den großen Bildbänden der Kollegen. Die Fotos sind in der Mehrzahl in Schwarz-Weiß gehalten, selbst die farbigen sind eher Illustration des Gesagten als umgekehrt. Winfried Minks, 1930 geboren, lebt heute in Hamburg und erhielt 2010 den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ für sein Lebenswerk.
Wesentlich für ihn und einflussreich auf die deutsche Bühnenlandschaft war seine Arbeit in Bremen. 1966 bringt Wilfried Minks für Peter Zadeks Inszenierung von Die Räuber Roy Lichtensteins Bild Crak! auf die Bühne, ein Jahr später füllt er diese für Zadeks Inszenierung von Maß für Maß mit roten, gelben und blauen Glühbirnen aus – in einer Zeit, wo abstrakte Bühnenbilder noch nicht geläufig waren. In seiner Autobiografie erzählt Minks von seiner Kindheit in Böhmen und dem aufkommenden Nationalsozialismus, er berichtet von der Flucht nach Sachsen und führt den Leser zu den Stationen seines Theaterlebens: nach Leipzig, Berlin, Stuttgart, Ulm, Bremen und Frankfurt. Nachzulesen ist in diesem Buch, wie sich nach und nach Minks’ ganz eigene Art, Theater zu denken, zu bauen, zu inszenieren, ausbildet – eine Theaterarbeit, die wegweisend und entscheidend für die Frage, was überhaupt Theater ist, werden sollte.Die Bühnen, die Wilfried Minks baute, gehören nicht nur in die Annalen der Theatergeschichte, sie sind auch für die Zukunft wegweisend. Das gibt dieser Autobiographie, die als Gespräch mit seiner Frau Ulrike Maack wiedergegeben wird, so wichtig. Sie ist so lebendig wie der Bühnenbauer selbst – und so wichtig wie die Bühnen, die er baut.
ISBN 978-3-518-42196-3, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2011, EUR 39,90, SFR 53,90
Wesentlich für ihn und einflussreich auf die deutsche Bühnenlandschaft war seine Arbeit in Bremen. 1966 bringt Wilfried Minks für Peter Zadeks Inszenierung von Die Räuber Roy Lichtensteins Bild Crak! auf die Bühne, ein Jahr später füllt er diese für Zadeks Inszenierung von Maß für Maß mit roten, gelben und blauen Glühbirnen aus – in einer Zeit, wo abstrakte Bühnenbilder noch nicht geläufig waren. In seiner Autobiografie erzählt Minks von seiner Kindheit in Böhmen und dem aufkommenden Nationalsozialismus, er berichtet von der Flucht nach Sachsen und führt den Leser zu den Stationen seines Theaterlebens: nach Leipzig, Berlin, Stuttgart, Ulm, Bremen und Frankfurt. Nachzulesen ist in diesem Buch, wie sich nach und nach Minks’ ganz eigene Art, Theater zu denken, zu bauen, zu inszenieren, ausbildet – eine Theaterarbeit, die wegweisend und entscheidend für die Frage, was überhaupt Theater ist, werden sollte.Die Bühnen, die Wilfried Minks baute, gehören nicht nur in die Annalen der Theatergeschichte, sie sind auch für die Zukunft wegweisend. Das gibt dieser Autobiographie, die als Gespräch mit seiner Frau Ulrike Maack wiedergegeben wird, so wichtig. Sie ist so lebendig wie der Bühnenbauer selbst – und so wichtig wie die Bühnen, die er baut.
ISBN 978-3-518-42196-3, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2011, EUR 39,90, SFR 53,90

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